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Aus der Geschichte der Stadtmusikkapelle Landeck Die Stadtmusikkapelle Landeck wurde im Jahre 1987 dreihundertfünfzig Jahre alt. Als der verstorbene Dekan Lorenz in den Dreißigerjahren in den Aufzeichnungen von Pfarrbüchern blätterte, fand dieser auch jene Texte, die über den Ursprung unserer Musikkapelle Auskunft geben. So erwähnte der Chronist die Mitwirkung von einer Gruppe Schweglern, Trommlern und anderer Musikanten bei einer Prozession in der Nähe der heutigen Liebfrauenkirche. Für diese Dienstleistung wurde dieser Musikantengruppe, „Schwengel“ genannt, auch ein Geldbetrag zu Verfügung gestellt, was wiederum eine Eintragung in den Pfarrbüchern erforderlich machte. Es ist wohl anzunehmen, dass diese erste Musikantengruppe im Anschluss an solche kirchliche Feierlichkeiten auch schon zur Unterhaltung, wenn nicht gar zum Tanz, aufspielte. Dass dann später auch für vaterländische Veranstaltungen die Musik benötigt wurde, liegt klar auf der Hand. So wurde diesen ersten Musikkantengruppen etwa 100 Jahre später unter Kaiser Maria Theresia durch die sogenannten „Türkischen Musikanten“ ersetzt. Sie hatten auch schon Instrumente, die den heutigen in vielem glichen. Und wieder etwa 100 Jahre später wird da und dort schon die „Landecker Feldmusik“ erwähnt, wie etwa als diese bei den Erbhuldigungsfeierlichkeiten im Jahre 1838 mitwirkte. Diese Landecker Feldmusik wurde auch von Musikanten aus Grins, Fließ, See und Zams unterstützt. Bekannt ist auch, dass zu dieser Zeit ein gewisser Grissemann (Sohn) als Kapellmeister wirkte. Sein Vater war bereits vorher, ab dem Jahre 1824, der Dirigent dieser Feldmusik. Aus dem vorigen Jahrhundert sind uns aber auch Namen bekannt von jenen Männern, die in der Folge als Kapellmeister wirkten: F. Moll, J. Moll, Kathrein, Walch, Mungenast, V. Moll, Greil, Baumann, Wachstetter. Leider sind aus der vergangenen Zeit fast keine oder nur Bruchstücke von Aufzeichnungen erhalten geblieben. Über die Zeit Anfang des 2. Weltkrieges konnte man aus Erzählungen entnehmen, dass diese „Musi“ immer bei kirchlichen Feiern mitwirkte, aber auch tätig war, wenn es galt „Lustbarkeiten“ zu veranstalten. Auch unterstützten die Musikanten mit Trompeten und Trommeln die Schützen, die hinauszogen, um die Freiheit ihres Heimatlandes zu verteidigen bzw. zu erkämpfen . Diese mündliche Überlieferung erfahren auch in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, obwohl schon viele Musikanten des Schreibens mächtig waren, über die Landecker Feldmusik gibt es nur spärliche Aufzeichnungen. Entweder gingen solche während des 1. Weltkrieges verloren oder man versäumte es, diese wertvollen Schriftstücke aufzubewahren. Ein besonders wertvolles Dokument hängt im schmucken Probelokal. Es ist dies ein Foto über die Bürgermusik aus dem Ende des 18. Jahrhunderts, aus dem Jahre 1892. Als sich dann um die Jahrhundertwende die beiden Gemeinden, Perfuchs und Angedair zu einer Gemeinde vereinigten, der man den Namen vom Schloss, nämlich Landeck, gab, sprach man auch erstmals von der Bürgermusik Landeck. Über die Neuerrichtung dieser Landecker Bürgermusik ist noch ein Gründungsprotokoll vorhanden, das der damalige Kapellmeister Schulleiter Josef Hörbst verfasste. Dieses hat das Datum „IX. 1903“. Mit 21 neuen Musikanten wurde der Unterricht begonnen. Ab dem 20.2.1905 sind dann auch schon Protokollbücher über die abgehaltenen Generalversammlungen vorhanden. Schulleiter Josef Hörbst leitete diese Kapelle von 1903 bis 1919, wobei dieser wohl auch als Obmann und Schriftführer fungierte. Nirgends ist aus dieser Zeit von einem Obmann die Rede, wohl aber von Kassieren, Archivaren und Zeugwarten. Ja sogar „Bierwarte“ sind als Ausschussmitglieder angeführt. Nach einigen Jahren konnte man zusehen wie sich die Kapelle kriegsbedingt (1914-1918) auflöste. Obwohl viele Musikkameraden aus dem ersten Weltkrieg nicht mehr heimkehrten, begann danach wohl die aktivste Zeit dieser Musikkapelle seit ihrem Bestand. Vom 30.11.1919 existiert das 1. Protokoll der Nachkriegszeit. Die Landecker Bürgermusik wurde unter der Leitung von Kapellmeister Kooperator Andreas Saxer neu aufgestellt. Als Obmann wurde der damalige Gemeindesekretär Josef Mark gewählt. Die Bürgermusik konnte neu eingekleidet werden, heutige grüne Nationaltracht, und die frühere gelb-braune Tracht mit den langen Hosen diente als sogenannte Werktagstracht. 1920 bekam die Bürgermusik ihre erste Vereinsfahne in Form einer Standart, die sich heute noch im Archiv der Stadtmusikkapelle befindet. Trotz harter Nachkriegsjahre, oder wenn man will Zwischenkriegsjahre, oder vielleicht gerade deshalb, begannen nach der Stadterhebungsfeier im Jahre 1923 die „Goldenen Jahre“, der ab nun benannten „Stadtmusikkapelle Landeck“. Viel dazu beigetragen haben zuerst einmal die überaus begeisterten Musikanten, die in diesen kargen Zeiten natürlich bei der Musik Zerstreuung, Kameradschaft und viel frohe unterhaltsame Stunden fanden, im besonderen aber der heute noch legendäre Kapellmeister Kooperator Andreas Saxer. So kam es also nicht von ungefähr, dass für die Stadtmusikkapelle Landeck in jener Zeit auch die ersten großen Auslandsfahrten und Konzertreisen begannen: Breslau, Nürnberg, Baden in der Schweiz, Katholikentag in Wien. Saxer war es auch, der unentgeltlich Musikstunden gab und gleichsam wie in einer Musikschule nicht nur Bläser ausbildete, sondern auch auf vielen anderen Instrumenten Unterricht erteilte. Ehrenkapellmeister Andreas Saxer wirkte von 1919 bis 1934 und verstarb als Pfarrer in Obernberg am Brenner. In der Folge führte der Hauptschullehrer Josef Egger und der Stadtpolizist Karl Muigg mit Erfolg den Dirigentenstab. Dieses „goldene Zeitalter“ der Stadtmusikkapelle Landeck gipfelte in einem großen Fest. Im Jahre 1937 feierte man das 300jährige Bestandsjubiläum. Das Jubiläum war ein Fest der ganzen Stadt. Zahlreiche Musikkapellen aus dem ganzen Land Tirol waren gekommen, Festwagen wurden von Pferden durch die Malserstraße gezogen, die stramme Schützenkompanie begleitete die Jubelkapelle und Tausende waren gekommen, um mit der Stadtmusikkapelle Landeck zu feiern. Niemand hatte zu diesem Zeitpunkt gedacht, dass recht bald schon die meisten Musikanten in einen schrecklichen Krieg ziehen müssten und diese goldenen Zeiten ein jähes Ende nehmen würden. Als dann nach der Machtübernahme bald der Krieg begann, war auch das Ende für die Stadtmusikkapelle gekommen. 1941 baute aber Karl Muigg sen. mit jenen jungen Leuten eine Musikkapelle auf, die wenigstens kurz noch zu jung für das Militär waren. Und so begann eine neue Zeit der Landecker Musikkapelle. Es war eine sehr harte Ausbildung, mit sehr viel Drill. Aber es war schließlich doch schöner als in Reih und Glied in der Hitlerjugend zu marschieren. Man spürte noch nicht viel vom Krieg, man brauchte junge Musikanten zum Feiern. So marschierte die Kapelle bald auch in Innsbruck durch die Straßen, defilierte vor Nazigrößen, umrahmte Schießveranstaltungen und hatte auch die traurige Pflicht, den gefallenen Landeckern am Kriegerdenkmal musikalisch die letzte Ehre zu erweisen. Nach dem Krieg bauten diese jungen Leute, mittlerweile herangereift und zum Teil auch schon zu Kriegsdienern herangezogen, mit den Heimkehrern die Nachkriegs-Stadtmusikkapelle neu auf. Als dann 1948, von der Besatzungsmacht ermöglicht, der erste Trachtenball im Saal des Hotels Post abgehalten wurde, begann eine neue Blüte für die Kapelle. Kapellmeister Karl Muigg und seine Obleute waren es auch, die dann die Kapelle zu den festlichen Ereignissen der 25jährigen Stadterhebungsfeier von Landeck führten, an der auch das 1. Bezirksmusikfest stattfand. Die Menschenmenge, die damals nach Landeck kam und die Straßen säumte, die den Musikkapellen des Bezirkes, den Festwagen, den Ehrengästen und der Stadt zujubelten, war sicher in Landeck nie dagewesen. Man war erstmals nach den schrecklichen Kriegsjahren wieder fröhlich. Die Stadtmusikkapelle Landeck trat auch zum ersten Mal bei einem Wertungsspiel an und erreichte mit der Ouvertüre „Die Zigeunerin“ einen 1. Rang mit Lob der Jury. Die Erlöse ermöglichten die Anschaffung einer neuen Tracht (lange schwarze Hose, rotes Leibchen mit dem Stadtwappen, brauner Tuxer und schwarzer Hut mit 2 weißen Federn). Diese Tracht wird heute noch neben der grünen Nationaltracht getragen. Die lange schwarze Hose aber wurde gegen eine lederne Kniebundhose ausgetauscht. Die dazugehörigen Gürtel wurden 1935 kunstvoll erneuert. Nach diesem Fest gab es mehrmals Kapellmeisterwechsel. So leiteten in kurzen Zeitabständen folgende Herren die Kapelle: Ernst Sprenger, Josef Bachler, Adolf Gander, Zens, F. Singer, Lehnert Karl und schließlich mit viel Erfolg der Altmilitärkapellmeister Albert Großer. Albert Großer folgte dann ab 1951 ein ganz junger Kapellmeister, der bestens ausgebildet vom Konservatorium kam: Musikschullehrer Hans Parth. Unter ihm, und das muss man heute noch neidlos feststellen, erreichte die Stadtmusikkapelle einen ungeheuren Aufschwung in der Nachkriegszeit. Diesen Erfolg hatte er sich bestimmt auch durch die Ausbildung zahlreicher junger Leute zuzuschreiben. Unter seiner Führung wurden immer wieder Jugendmusikkapellen aufgestellt. Hans Parth, zu dieser Zeit Direktor an der Städtischen Musikschule, leitete auch die Werkskapelle der Donau-Chemie und war durch viele Jahre Bezirkskapellmeister des Musikbezirkes Landeck. In diese Zeit fällt auch die Neuinstrumentierung der gesamten Kapelle. Als dann Hans Parth als Kapellmeister endgültig zurücktrat, konnte ein junger Mann gefunden werden der wohl am längsten seit dem Bestehen der Stadtmusikkapelle in ununterbrochener Reihenfolge Kapellmeister und Bezirkskapellmeister war. Bereits im Jahre 1969 begann Luis Wille, Professor an der Pädagogischen Akademie in Stams, als junger Lehrer seine Kapellmeistertätigkeit und machte in den Jahren seines Wirkens aus den Musikanten „Musiker“, und die Stadtmusikkapelle wurde dadurch zu einer spitzen Kapelle der Tiroler Blasmusik, was durch viele Rundfunkaufnahmen, Wertungsspielen und Weltmeisterschaft dokumentiert wird. Obmann Schlögel Josef und Kapellmeister Alois Wille führten die Stadtmusikkapelle Landeck 1987 zu ihrem 350 jährigen Bestandsjubiläum. 1989 folgte dem bereits zum Ehrenkapellmeister ernannten Kapellmeister Prof. Mag. Alois Wille ein junger, am Landeskonservatorium in Innsbruck bestens ausgebildeter Musiker und Dirigent, als Kapellmeister nach. Alois Sprenger, Musikschullehrer an der Städtischen Musikschule führte den Klangkörper zu weiteren Höhen in ihrem musikalischen Wirken. Seine Programmauswahl war für die Stadtmusikkapelle zukunftsorientiert und seiner Zeit voraus. Unter seiner Leitung konnte die Stadtmusikkapelle Landeck ihren Nachwuchs weiter fördern und fordern um auch zukünftig ihr Niveau halten zu können. Ebenfalls wurden in dieser Zeit einige große Konzertreisen nach Holland und Spanien durchgeführt. Bei zahlreichen Gastkonzerten und Wertungsspielen präsentierte sich die Stadtmusikkapelle Landeck als Paradekapelle des Musikbezirkes Landeck. 1994 übergab Kapellmeister Alois Sprenger seinen Dirigentenstab im Rahmen des traditionellen Cäcilienkonzertes an seinen Nachfolger Herber Gruber, der bereits seit Jahren ein aktives Mitglied der Kapelle war. Unter seiner Führung wurden wohl bei Wertungsspielen die größten Erfolge der Stadtmusikkapelle Landeck erzielt. Das Programm der Kapelle wurde in erster Linie auf symphonische Blasmusik aufgebaut und von Jahr zu Jahr wurde der Schwierigkeitsgrad der Stücke erhöht. Nach dem sich die Stadtmusikkapelle Landeck beim Landeswertungsspiel in Meran (I) um beim Bezirkswettbewerb in der höchsten Schwierigkeitsstufe einen Ausgezeichneten Erfolg erspielen konnte, wurden sie als Vertreter des Landes Tirols zum Bundeswettbewerb nach Feldkirchen (Kärnten) gesandt. Dort wagten es nur 4 Kapellen in der Höchsten Schwierigkeitsstufe anzutreten, unter anderem die Stadtkapelle. Als Höhepunkt der Ära Gruber war dann die Teilnahme bei der Blasmusikweltmeisterschaft in Kerkrade in Holland. Dort konnte man sich mit der Welt der Blasmusik messen und eine Gold Medaille erspielen.
Nach
Turbulenzen innerhalb der Kapelle übernahm 1999 nochmals Ehrenkapellmeister Prof.
Mag. Alois Wille das Amt des Kapellmeisters. Durch ein junges Führungsteam und
des bereits mehr als erfahrenen Dirigenten konnte die Stadtmusikkapelle wieder
an ihre Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen. Das Programm wurde im Laufe
der Zeit umgebaut um alle Besucher der Konzerte der Stadtmusikkapelle Landeck
zufrieden stellen zu können. Ebenfalls wurden im Jahr 2000 eine professionelle
Licht und Tonanlage angeschafft um bei den bereits sehr beliebten Openair
Konzerten sich bestens präsentieren zu können. Unter dem Motto „Music for
all“ präsentierte die Stadtmusikkapelle eine große Palette ihres Könnens.
Traditionell - Entertainment - Show, dies waren die wichtigsten Bestandteile der
im Sommer 2000 durchgeführten Konzertreihen. Beim Cäcilienkonzert gab es nach
einem großartigen Konzert, für das Kapellmeister Wille mehrere Stücke
arrangierte und instrumentierte wie z.B. das Erfolgs Musical
"Joseph" (für Chor , Kinderchor u. Blasorchester), eine
denkwürdige Taktstock Übergabe mit seinem Nachfolger Helmut Schmid. Unter der Leitung von Helmut Schmid konnte das Orchester bereits nach einigen Monaten Probenarbeit den ersten großen Erfolg erringen. Im April 2001 konnte die Stadtmusikkapelle Landeck in der Regionalausscheidung zum 1. ORF-Blasmusikpreis in der höchsten Schwierigkeitsstufe einen Sieg erspielen. Nach einigen "Music for all" Konzerten im Sommer im In- und Ausland wurden ebenso große Erfolge gefeiert. Bei dem im September im Kongresshaus Innsbruck stattfindenden ORF Blasmusikpreis Finale konnte man zwar nicht gewinnen, trotzdem überzeugte das Orchester in allen Belangen und bot ein zukunftsweisendes Programm für Blasmusik in Tirol. Doch der absolute Höhepunkt für das Jahr 2001 war das "Music Project 2001" im Stadtsaal Landeck. Nach einer einjährigen organisatorischen Vorbereitung auf dieses Projekt konnte das Orchester am 23. und 24. November 2001 im restlos Ausverkauften Stadtsaal mit Stargästen wie, der weltbeste Jazzgeiger Hannes Beckmann aus Deutschland und der Stepptanzgruppe "Emerald Fire" aus Irland, eine musikalische und organisatorische Meisterleistung erbringen, die wohl in Österreich im Bereich Blasmusik noch nie da gewesen ist. Im April 2002 konnte die Stadtmusikkapelle Landeck als eine der wenigen Kappellen Österreichs einen Tonträger bei KOCH RECORDS produzieren. Diese Tondokument soll das dokumentieren was den Erfolg eins Modernes Orchester, in der heutigen Zeit ausmacht. Die Highlights aus der erfolgreichen Konzertreihe "music for all" zeigt alle Möglichkeiten der Blasmusik auf und soll auch, wie der Name der CD schon sagt, für jeden ein Hörgenuss sein. Weiter in der Erfolgsgeschichte 2002, war das Orchester im Sommer mit der Dance Company "Emerald Fire" auf Tournee. Dort konnte man vor begeistertem Publikum die neue CD und den 2. Teil des Music Project 2001 - Lord of the Dance und Riverdance - präsentieren. Die Tournee begann mit einem Konzert im Tauerncenter in Matrei im Osttirol und endete als einzigartiger Event im Glenthof/Tennishalle in Imst. Weiteres durfte das Orchester im Mai die Landesversammlung des Tiroler Blasmusikverbandes musikalisch umrahmen. Nach zwei Sommerkonzerten in Landeck liefen die Vorbereitungen für das Music Project 2002 bereits auf Hochtouren. Nach kurzer, intensiver Probenarbeit wurde wieder ein Großprojekt auf die Beine gestellt. Unter dem Titel „Faszinierende Bläsermusik“ und „The Magic Sound Of Africa“ präsentierte die Stadtmusik wieder alle Facetten der Blasmusik, von konzertanter symphonischer Blasmusik bis zum Pop – Rock im zweiten Teil. Für diesen standen dem Orchester, Stargäste aus der internationalen Musical Szene zur Seite, Sergio-Maurice Vaglio und Fatima Mestani. Ebenso wurde ein Multivisions-Schau von Gerhard Köll, auf einer Großbildleinwand präsentiert. Wie im Jahr zuvor gelang es der Stadtmusik Landeck den Stadtsaal zweimal restlos auszuverkaufen. Im Frühjahr studierte das Orchester ein fast neues Konzertprogramm ein und präsentierte dies beim Galakonzert in Götzis (Vorarlberg) wo die Stadtmusikkapelle noch selten Gelegenheit hatte zu spielen. Ebenso diente das Konzert gleichzeitig als Generalprobe für das internationale Konzertwertungsspiel in Wasserburg am Inn (Deutschland). Im Mai 2003 konnte die Stadtmusikkapelle Landeck in der höchsten Spielklasse die Höchstpunkte aller teilnehmenden Orchester erspielen und Bestätigte damit die internationale Qualität des Klangkörpers. Im Juni wurde bei der "Nacht der Blasmusik", erstmals eine Doppelkonzert mit der Bürgermusik Götzis im Stadtsaal Landeck veranstaltet. Im Sommer 2003 kam es zu einem Meilenstein in der Jugendarbeit der Stadtmusikkapelle Landeck. Das Gemeinschaftsprojekt mit der Stadtmusik Landeck-Perjen, das Jugendorchester "Magic Sounds", das im Frühjahr ins Leben gerufen wurde hatte im Rahmen des Landesmusikschultages seinen ersten öffentlichen Auftritt. Die musikalische Leitung des Jugendorchesters übernahmen die jeweiligen Kapellmeisterstellvertreter: Martin Sprenger und Bachler Wolfgang sowie das Organisatorische die jeweiligen Jugendwarte: Vöhl Peter und Seiringer Daniel. Im Sommer wurden die Ensembles der Stadtmusikkapelle Landeck verstärkt der Bevölkerung in Erinnerung gerufen. Mehrere Konzerte der "Oberinntaler Musikanten" in Landeck (Dämmerschoppen, Kirchtag.....), mehrere Konzerte des Ensembles "Saxhotline" in Tirol und Vorarlberg (Schlosskonzert, Lebenshilfegala im Kongresshaus in Innsbruck.....), Auftritte von "LA BRASS", das Klarinettenquartett und das "Große Blechbläserensemble" präsentierten ein vielseitiges Spektrum der Blasmusik. Erstmals wurde das Kirchtagsfest, das in den vergangenen Jahren am ersten Wochenende im Oktober stattfand, auf den lt. Kirchenvertretern eigentlichen Landecker Kirchtag, zu Mariahimmelfahrt, veranstaltet. Im Herbst war es dann wieder so weit – „Music Project 2003“ mit dem Musical Star „Fatima Mestani“ und dem Gospel Chor Landeck der sein 20 jähriges Bestehen feierte. Beide Konzerte am 21. und 22. November 2003 waren bereits zwei Wochen vor der Premiere restlos Ausverkauft. Ebenso gelang es der Stadtmusikkapelle Landeck nach „Nostradamus“, mit „Man in the Ice“ die zweite Welturaufführung von „Otto M. Schwarz“ nach Landeck zu holen. Nach faszinierender symphonischer Bläsermusik mit großen Werken wie „The Sword and the Crown“ und einem Mozartkonzert für Flöte und Harfe begeisterte das Orchester im zweiten Teil unter dem Titel „Night of the Oscars“ mit Oscarprämierter Filmmusik. Einzigartig in der Musikgeschichte der Stadtmusikkapelle Landeck, ist es dem Engagement von Kapellmeister Helmut Schmid und Obmann Werner Sprenger zu verdanken, dass das Music Project vom ORF-Radio Tirol, live aufgezeichnet wurde und Ausschnitte des Konzertes im Jänner 2004 eine Stunde im Radio zu hören waren. Am 23. November 2003 wurden bei der Generalversammlung neue Vereinsstatuten beschlossen und das komplette Führungsteam der Stadtmusik für weitere drei Jahre wieder gewählt. Bereits am 3. und 4. Jänner des neuen Jahres hatte das Jugendorchester „Magic Sounds“ seinen zweiten öffentlichen Auftritt. In allen drei Stadtteilen, Perjen, Landeck-Stadt und Bruggen wurden in den jeweiligen Kirchen ein Weihnachtskonzert gespielt. Am 18.02.2004 musste die Stadtmusikkapelle zu einem traurigen Anlass Ausrücken. Das langjährige, aktive Ehrenmitglied, Richard Tamanini verstarb kurz vor seinem 70. Geburtstag. Zu seinem Andenken wurde das Fucik Requiem in der Stadtpfarrkirche Landeck gespielt.
Auf Einladung des Vorarlberger Blasmusikverbandes trat die
Stadtmusikkapelle Landeck beim Landeswertungsspiel am Sonntag dem 23.Mai in
Götzis an. Eine weitere Besonderheit war 2004 das Solistenkonzert unter dem Titel "Windfonietta im Schloss Landeck. Im Rahmen der Kulturkonzerte des Kulturreferates Landeck präsentierte die Stadtmusikkapelle, Musiker/Innen die an einem Konservatorium studieren bzw. dieses kürzlich abgeschlossen haben. In einer bis auf den letzten Platz gefüllten Gotischen Halle wurde ein Programm auf höchsten Niveau von Barock bis Moderne gespielt. Die Solisten, Gotthard Praxmarer (Posaune, Euphonium), Christian Daimbacher (Tuba), Huber Franz jun. (Horn), Norbert Sailer (Trompete), Barbara Chemelli (Flöte) und Daniel Thurner (Klavier), brillierten auf ihren Instrumenten. Weiteres wurden von der Stadtmusikkapelle Landeck Open Air Konzerte in Wenns im Pitztal sowie in Brixen in Südtirol gespielt. Die neu formierte „keine Partie“ hatte ihre ersten erfolgreichen Auftritte. Das Ensemble „Saxhotline“ spielte beim „Konzert in drei Akten“ in Grins in einem überfüllten Kultursaal und begeisterte das Publikum. Durch weitere Auftritte der Ensembles „LA-BRASS“, „O-KLAR“ und dem großen Blechbläserensemble konnte die Vielseitigkeit der Stadtmusikkapelle Landeck verstärkt in der Öffentlichkeit präsentiert werden. Im Herbst wurde in kurzer, intensiver Probenarbeit ein hochkarätiges Programm für das Cäcilienkonzert einstudiert. In Co-Produktion mit dem Naturfilmer Christoph Wachter aus Landeck, der bereits zahlreiche Filmpreise gewinnen konnte, wurde das ehrgeizige Projekt „Die vier Jahreszeiten“ produziert und präsentiert. Noch im Herbst 2003 wurde von Christoph Wachter das Drehbuch geschrieben, die Kommentare verfasst und die Dreharbeiten mit insgesamt drei Kameras begonnen. Eine Kamera war ausschließlich in fixen Positionen während des ganzen Jahres montiert um die faszinierenden Abläufe der Natur über Monate hinweg, einzufangen. Für den Zuseher waren diese in wenigen Sekunden des Filmes zu sehen. Der Reiz dieser Co-Produktion lag zweifellos daran, dass zur vorgegebenen Filmmusik, Christoph Wachter ein Drehbuch schreiben musste um schließlich nach den jeweiligen Dreharbeiten alle Teile des Filmpuzzles zu einem Ganzen zu vereinen. Jede einzelne Szene musste der Charakteristik der Musik entsprechen und diese Szenen wurden schließlich noch beim Schnitt an den Musiktakt genauestens angepasst. Dieser Film sollte nicht nur ein Bilderreigen passend zur Musik sein, er sollte den Zusehern auch eine Geschichte erzählen, über die Natur mit all Ihren Gesichtern, aber auch der Menschen im Tiroler Oberland. Bei zwei restlos Ausverkauften Konzerten wurden dem Publikum neben einigen Solisten der Stadtmusikkapelle Landeck die auf ihren Instrumenten ihr großartiges Können unter beweis stellten, auch Blasmusik auf höchstem Niveau dargeboten. Im Dezember 2004 wurde für das Ensemble „Saxhotline“ eine eigene Homepage erstellt und online gestellt. (www.saxhotline.at) Das Jahr 2005 stand ganz im Zeichen der
Weltmeisterschaft für Blasorchester in Kerkrade (NL). Nachdem die
Stadtmusikkapelle Landeck 2004 eine Einladung zu diesem Großereignis
erhalten hatte wurde das ganze Vereinsjahr auf diesen Tag ausgerichtet.
Aber als erstes nahm das Orchester, nach einer intensiven Probenarbeit im
Frühjahr, beim Landeswertungsspiel in Tirol teil. Am 22. Mai 2005 war
nicht nur eine Sternstunde für die Musiker aus Landeck sondern für die
ganze Blasmusikszene im Tiroler Oberland. Die Stadtmusikkapelle Landeck
gewann mit den Werken, "Fantasy Tales" von Piet Swerts und "Praise
Jerusalem" von Alfred Reed, als erstes Oberländer Orchester, seit bestehen
des Blasmusikverbandes, das Landeswertungsspiel 2005 in der höchsten Im Anschluss wurde neben den Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft ein Sommerprogramm einstudiert und bei einem Galakonzert in St. Johann i.T. (Kaisersaal) zum Besten gegeben. Am 17. Juli 2005 war es dann so weit. Die Landecker musizierten beim Wimbleton der Blasmusik, in Kerkrade (NL). Mit den Werken, "Impressions of Japan" von James Barnes und "Praise Jerusalem" von Alfred Reed erspielten die Musiker/Innen in der 2. höchsten Division, beim wohl renommiertesten Wettbewerb der Welt, den Tagessieg und eine Gold Medaille. Dieser sensationelle Erfolg ist ein absolutes Highlight in der Geschichte der Stadtmusikkapelle Landeck, aber auch für die Tiroler Blasmusikszene- zumal in den letzten 40 Jahren kein anderes Tiroler Orchester an diesem Wettbewerb teilnehmen konnte. Das "Jahr der Jahre" für das Orchester fand seinen krönenden Abschluss im "Music Project 2005 - Cäcilienkonzert". In einer relativ Kurzen aber sehr intensiven Probenarbeit wurde ein Programm mit vielen Highlights einstudiert. Zum Auftakt des Mozartjahres 2006 wurde das Hornkonzert Nr.3 mit dem Landecker Solisten Franz Huber gespielt. Weiteres standen unter dem Titel "The World Music Contest 2005" jene Werke auf dem Programm, die bei der Blasmusikweltmeisterschaft dargeboten wurden. Der zweite Teil des Konzert zeigte alle Facetten der Blasmusik. Von klassischen bis modernen Werken, dargeboten von der Stadtmusikkapelle Landeck mit zwei internationalen Stars, Operntenor Amedeo Moretti und Posaunenvirtuose Lito Fontana. Zwei Außergewöhnliche und seit Wochen restlos ausverkaufte Konzerte wurden mit frenetischem Applaus und Standing Ovations belohnt.
Auch im Herbst waren wieder vermehrt Ensembles der Stadtmusikkapelle im
Einsatz. Unter anderem spielte das Ensemble "Saxhotline" zwei Konzerte
unter dem Titel "Ein Lustkonzert in drei Akten" in Feichten im Kaunertal
und in Wenns im Pitztal. Um die Weihnachtszeit waren Bläsergruppen im
Schloss Landeck, beim "Advent im Schloss" und beim Christkindl Markt in
der Malserstraße sowie beim traditionellen Weihnachtsblasen am 24.
Dezember, zu hören.
Am 13. Mai, im Rahmen des Festaktes zur „Neugründung der Schützenkompanie Landeck“, wurde gemeinsam mit der Schützenkompanie Landeck der „Große Österreichischen Zapfenstreich am Landecker Hauptschulplatz aufgeführt. Zahlreiche Besucher und Schützenkollegen aus dem Oberland konnten eine nicht alltägliche Aufführung bewundern. Nach einer intensiven Probenfase wurde auf Einladung der Musikkapelle Algund ein Doppelkonzert im Rahmen der Veranstaltung „Faszination Blasmusik“ in der Freizeitarena Algund vor Rund 1000 Zuhörern dargeboten. Eine tolle Kulisse bot sich den Zuhörern und Musikern. Das Programm konnte sich sehen lassen – von Richard Strauss bis Alfred Reed wurde Blasmusik auf höchstem Niveau dargeboten. Kurz darauf, spielten die Landecker Musiker abermals im benachbarten Ausland, in Naturns. Zum 150 jährigen Jubiläum wurde nach einem kurzen Umzug zum Festgelände, ein Pavillon Konzert gespielt. Auf Einladung des Liechtensteiner Blasmusikverbandes konnte die Stadtmusikkapelle Landeck beim Verbandsmusikfest das Galakonzert im Konzertsaal in Triesen bestreiten. Auf dem Programm standen neben traditionellen Werken auch Werke wie „Hymn of the Highlands“ von Philiph Sparke. Mit Standing Ovation und tosendem Applaus wurden die Musiker nach dem Konzert verabschiedet. Am 9. Juli wurde das „Fest der Blasmusik“ erstmals beim Landecker Pavillon durchgeführt. Neben der Stadtmusikkapelle Landeck konzertieren das Jugendorchester „Magic Sound“ und die Musikkapelle Wenns. Vor ca. 10 Jahren spielten die Landecker Musiker das letzte mal ein Konzert im Pavillon beim Altersheim Landeck. Dass „Das Fest der Blasmusik“ auch 2007 eine Neuauflage beim Pavillon erleben wird, darüber war man sich nach dem gelungenen Fest einig. Nach einer Sommerpause fuhr man abermals in das benachbarte Ausland um ein Konzert beim Kirchtagsfest der Musikkapelle St. Georgen, in der nähe von Bruneck, zu spielen. Am 30. September 2006 war es dann so weit, das neue Musikschulgebäude mit dem Probelokal der Stadtmusikkapelle Landeck wurde feierlich eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben. Zahlreiche Ensembles gestalteten den Festakt und präsentierten der Öffentlichkeit ein abwechslungsreiches Programm. Mit zahlreichen Helfern wurde das alte Probelokal in das neue „Haus der Musik“ übersiedelt um im Herbst mit den Proben für das Cäcilienkonzert in den neuen Räumen beginnen zu können. Intensiv wurde auf das bevorstehende „Music Project 2007“ geprobt. Auch 2006 waren beide Konzert bereits im Vorfeld restlos Ausverkauft. Mit Saskia Roczek als Gastsolistin wurde eine Newcomerin der internationalen Musikszene verpflichtet. Zahlreiche internationale Erfolge und Erfahrung mit Profiorchestern brachte die junge Violinvirtuosin mit nach Landeck. Eine tolle Zusammenarbeit mit einem Programm das sich sehen lassen konnte wurde den Zuhörern an zwei Konzertabenden geboten. Im Dezember waren zahlreiche Ensembles beim „Advent im Schloss“ im Einsatz. Nicht weniger als 5 Ensembles und einer Soloistin musizierten vor begeistertem Publikum innerhalb weniger Tage im Schloss Landeck und präsentierten eine Vielfalt an musikalischen Stilrichtungen. Auch nach der Weihnachtsmesse am 24. Dezember wurde, wie es bereits seit einigen Jahren Brauch ist, erstmals der Weihnachtsbaum im neuen Probelokal bewundert. Für die Landecker Musiker beginnt das Jahr 2007 mit einer Intensiven Vorbereitung auf den internationale Orchesterwettbewerb "Flicorno d'Oro" der alle zwei Jahre in Riva am nördlichen Gardasee statt findet. Dieser Bewerb gilt nach der WMC in Kerkrade (NL)als einer der wichtigsten Blasorchesterwettbewerbe in Europa. Die internationale Jury aus Österreich, Italien, Deutschland, Holland, Belgien und der Schweiz bewerteten die 55 angetretenen Orchester in sechs verschiedenen Schwierigkeitskategorien.
Bereits zwei Wochen nach diesem großen Erfolg präsentierten die Landecker einen weiteren Highlight in der Landecker Blasmusikgeschichte. Gemeinsam mit der Schützenkompanie Landeck, der Jungschützen der Talschaft, der Tragtierstaffel und einer Ehrenkompanie des österreichischen Bundesheeres wurde das große Tongemälde "Der Traum eines österreichischen Reservisten" von Carl M. Ziehrer in Landeck erstaufgeführt. 1500 begeisterte Zuhörer und Zuseher in der Pontlatzkaserne Landeck waren von der Darbietung der Rund 200 Akteure begeistert.
Nach den Konzertaktivitäten im Sommer hatten die Landecker Musiker, am 20. Oktober 2007, die Ehre beim Großprojekt "Faszination Blasmusik" in der Olympiaworld in Innsbruck zu spielen. Auf Einladung des Tiroler Blasmusikverbandes präsentierten bei dieser Veranstaltung, die besten Tiroler Kapellen, alle Epochen der Blasmusik. Die Stadtmusikkapelle Landeck eröffnete mit barocken Klängen, mit der Ouvertüre aus der Feuerwerksmusik von G.F. Händl, in einem symphonischen Arrangement des Kapellmeisters Helmut Schmid.
Im Herbst - Die Mundpropaganda nach den zwei Konzertabenden über das „Music Project 2007“ der Stadtmusikkapelle Landeck hätte wohl dazu ausgereicht, nach zwei ausverkauften Konzerten im Stadtsaal Landeck den Saal auch für fünf weitere Konzerte restlos zu füllen. Beim Music Project 2007 wurde nicht nur hochkarätig Literatur präsentiert sonder auch ein Ausnahmemusiker der internationalen Klezmermusik. Helmut Eisel, gefragtester Interpret für Klezmer Musik - der jüdischen Musik schlechthin. Lachen, weinen, schluchzen, melancholisch sinnieren, schimpfen, singen, vor Freude Purzelbäume schlagen und vieles mehr konnte sie, die Klarinette des aus Deutschland stammenden Musiker. Ein Duett mit Obmann Werner Sprenger, ein "Duell" zwischen Eisel und dem Showquintett "Saxhotline" war an musikalischem Feuer nicht zu überbieten. Ein besonderes Highlight in diesem Jahr stellte die Aufführung des Requiems von Frigyes Hidas in der Barbarakirche in Fliess am 15. April dar. Die Stadtmusikkapelle Landeck führte dieses Werk zusammen mit einem Großchor bestehend aus über 100 Sängerinnen und Sängern und den Solisten Maria Erlacher (Sopran), Markus Forster (Altus), Johannes Puchleitner (Tenor) und Andreas Mattersberger (Bass) auf. Der Projektchor wurde von Claudio Büchler bestens vorbereitet. In der ausverkauften Barbarakirche wurde in der Fastenzeit 2008 ein außergewöhnlicher und emotional berührender Abend von der Stadtmusikkapelle Landeck geboten. Im Jahr 2008 war die Stadtmusikkapelle Landeck zur Konzertreihe Bläserfreundschaft Bayern – Tirol nach Pocking am 25. Oktober 2008 eingeladen. Zusammen mit dem Sinfonischen Blasorchester des Landkreises Passau konzertierte die Stadtmusikkapelle Landeck in der ausverkauften Stadthalle von Pocking. Einem hervorragenden ersten Teil des SBO Passau folgte ein hervorragendes Konzert unserer Kapelle. Praise Jerusalem (Alfred Reed), Ouverture Allemande (Thomas Doss) und der Marsch aus den Sinfonischen Metamorphosen von Paul Hindemith standen auf dem Programm. Zitat Passauer Neue Presse: „Was das Gastorchester in den letzten Takten dieses Stücks an Volumen, Präsenz und Genauigkeit auf die Bühne brachte, gehört zweifellos zum Besten, was bisher in der Reihe der Bläserfreundschaften zu hören war.“ Am 28. und 29. November stand als Jahresabschluss das Music Project – Cäcilienkonzert der Stadtmusikkapelle Landeck auf dem Programm. Da sich im Jahre 2009 das Gedächtnis an den Tiroler Freiheitskampf mit den Ereignissen rund um den Bergisel zum zweihundertsten mal jährten, entschloss sich die Stadtmusikkapelle Landeck, auch einen Betrag zu diesem Gedächtnisjahr zu leisten. Otto M. Schwarz hieß der Komponist an den die Stadtmusikkapelle einen Kompositionsauftrag mit dem Titel „Mantua – Die Freiheit des Adlers“ vergab. Den emotionalen Höhepunkt dieses Konzertes stelle die Verabschiedung von Werner Sprenger als langjährigen Obmann der Stadtmusikkapelle Landeck dar. Mit den Klängen von Puccinis „Nessun Dorma“ (Nicht Einer schlafe!), gesungen von Johannes Puchleitner, wurde durch den Titel mit einem kleinen Augenzwinkern auf die vielen, vielen Arbeitsstunden verwiesen, die Werner Sprenger in die Weiterentwicklung und Organisation dieses Orchesters investiert hat. Nach dreizehn Jahren Obmannschaft übergab Werner Sprenger die organisatorische Führung an Peter Vöhl weiter. Mit einer Konzertreise in die Bundeshauptstadt Wien begann das musikalische Jahr 2009 für die Stadtmusikkapelle Landeck. Auf Einladung des Wiener Blasmusikverbandes durften die Landecker als eines der ersten Blasorchester überhaupt in den „heiligen“ Hallen des Wiener Konzerthauses konzertieren. Mit im Gepäck hatte die Stadtkapelle das neue Werk „Mantua, die Freiheit des Adlers“ von Otto M. Schwarz (Auftragswerk zum Cäcilienkonzert 2008 der Stadtmusikkapelle Landeck), sowie das außergewöhnliches japanische Werk „Gloriosa“ von Yasuhide Ito. Einem tollen Konzertabend vor ausverkauftem Haus, folgte eines der bemerkenswertesten Komplimente, das die Stadtmusikkapelle Landeck je bekam. So schrieb ein Mitglied der Niederösterreichischen Tonkünstler in das Gästebuch des Konzerthauses Wien: „Die Landecker haben den Klang nach Wien gebracht.“Ein solches Kompliment in der Welthauptstadt der Musik zu bekommen, erfreute die Musikantinnen und Musikanten der Stadtmusikkapelle Landeck genau so sehr, wie die Ehre, am nächsten Tag vor dem berühmten Schloss Schönbrunn konzertieren zu dürfen. 2009 – das Andreas Hofer Gedenkjahr wurde von der Stadtmusikkapelle Landeck zusammen mit der Schützkompanie Landeck natürlich gebührend zelebriert. Zur Aufführung gelangte der „Große Österreichische Zapfenstreich“ in der Pontlatzkaserne in Landeck.Unter Mitwirkung von 3 weiteren Kapellen (Perjen, Fließ und Glurns) sowie den Schützenkompanien aus Landeck, Zams, Hochgallmigg und Glurns zog sich ein beeindruckender Festumzug von der Stadt bis in die Kaserne hinauf. Sogar die Bergfeuer, traditionell immer am Herz-Jesu-Sonntag entzündet, sollten diesmal bereits am Samstag während des Festaktes zu Ehren Andreas Hofers entzündet werden. Leider spielte an diesem Abend das Wetter nicht mit, weshalb die Veranstaltung abgebrochen werden musste. Mit Verdi, Puccini, Bocelli ließ die Stadtmusikkapelle Landeck den Geist italienischer Großmeister beim Music Project – Cäcilienkonzert wieder aufleben. Bernadette Siano (Sopran) und Johannes Puchleitner (Tenor) mit ihren wunderbaren Stimmen und Lito Fontana mit seinem unvergleichlichen Posaunenspiel unterstützten die Stadtmusik dabei. Große Werke für sinfonisches Blasorchester aus Japan und der neuen Welt bildeten den ersten Teil. Besonders gefiel hier die erste Flötistin der Stadtmusikapelle Bettina Hauser, die mit der japanische Drachenflöte, Ryūteki genannt, wie schon in Wien ein hervorragendes Solo beim japanischen Stück „Gloriosa“ ablieferte. Valencia – die Stadt und der dort beheimatet Wettbewerb „CertamenInternacional de Bandas de Musica“ bestimmten das Jahr 2010 der Stadtmusikkapelle Landeck. Man wurde zu diesem Wettbewerb eingeladen und schon im Februar flogen der Kapellmeister Helmut Schmid, Obmann Peter Vöhl und Obmannstv. Franz Huber jun. nach Valencia zur Auslosung und Partiturübergabe. Mit Akribie bereitete sich die Stadtmusik über ein halbes Jahr auf diesen Wettbewerb vor. Im Rahmen dieser Vorbereitung entschlossen sich die Landecker auch dazu, eine neue Konzertreihe ins Leben zu rufen: das Primavera Frühlingskonzert war entstanden. Zu diesem Konzert lud man sich die befreundete Musikkapelle aus Haiming ein. Da dieses Konzert ein solcher Erfolg war, entschlossen sich die Verantwortlichen, diese Konzertreihe als ständiges Pendant zum Music Project im Herbst beizubehalten. Weitere Konzerte stellten gab die Stadtmusikkapelle Landeck in Roppen anlässlich der 175-Jahrefeier der Musikkapelle Roppen zum besten und organisierte als letzte Vorbereitung 4 Tage vor dem Wettbewerb in Valencia die „Landecker Klangwolke“ zusammen mit dem Sinfonischen Landesjugendblasorchester Tirol unter der Leitung von Wolfram Rosenberger im Stadtsaal Landeck. Der 1. Juli 2010 markierte den wahrscheinlich bisher erfolgreichsten Tag in der Chronik der Stadtmusikkapelle Landeck. Nach einer stressfreien Anreise per Flugzeug am 30. Juni 2010 konnte die Musikkapelle Quartier in Valencia beziehen. Am Abend stand ein Marschkonzert an einem der schönsten Plätzen Valencias, dem „Plaza de la Virgen“ auf dem Programm. Tags darauf konnte unter besten Bedingungen in Mislata der letzte Schliff für den abendlichen Auftritt geprobt werden. Gegen 21:00 Uhr am 1. Juli 2010 kam die Stadtmusikkapelle Landeck in der Seccion Segunda als viertes Orchester an die Reihe. Mit dem Pasodoble Pepita Greus, dem Pflichtstück Paisaje Levantino sowie dem Selbstwahlstück Praise Jerusalem, welchem in einer eigens anberaumten Probe mit Miro Saje (aus Slowenien, einer der besten Blasorchesterdirigenten Europas) noch der Feinschliff verpasst wurde, präsentierte sich die Stadtmusikkapelle Landeck in exzellenter Spiellaune und hervorragend vorbereitet der Jury des Certamen Internacional. Die perfekte und akribische Vorbereitung hatte bei den Wertungsrichtern einen dementsprechenden Eindruck hinterlassen und so stand um 1:30 Uhr fest – die Stadtmusikkapelle Landeck hatte mit 349,5 Punkten (zweithöchste Punkteanzahl des gesamten Wettbewerbs) die Seccion Segunda gewonnen. Natürlich kannte dann die Freude keine Grenzen und der Erfolg wurde bis in den spanischen Morgen hinein gebührend gefeiert. Auch das Music Project stand noch unter den Eindrücken, die die Stadtmusikkapelle Landeck aus Valencia mitgenommen hatte. Im ersten Teil wurden dem Publikum die Höhepunkte aus Valencia präsentiert. Im zweiten Teil kam es dann zu einer besonderen Kooperation. So war es der Stadtmusikkapelle Landeck gelungen, den Solocellisten der Münchner Philharmoniker zu engagieren. Gemeinsam mit Prof. Michael Hell führte die Stadtmusikkapelle Landeck die sinfonische Dichtung Casanova von Johan de Meij auf. Ein glänzend aufgelegter Michael Hell am Cello in der Rolle des Casanovas und eine ebenso musizierende Stadtkapelle bescherten den Zuhörern einen wunderbaren Ausflug in die Welt des italienische Herzensbrechers, der leider allzu oft nur unter diesen Qualitäten bekannt ist. Stehende Ovationen beschlossen diesen außergewöhnlichen Konzertabend Ende November 2010.
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Dies ist bis zum heutigen Zeitpunkt die zusammengefasste Chronik der Stadtmusikkapelle Landeck. |